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Bergbauforum auf der Zeche Gneisenau

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Derne - Für ein Bergbauforum Gneisenau will Helmut Böcker, Vorsitzender des Knappenvereins Gneisenau, in diesem Jahr die Weichen stellen

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Dem Verein stehen bereits seit einiger Zeit die beiden Maschinenhäuser und das Gebäude unter dem Förderturm zur Verfügung. Für die Entwicklung der Gebäude will Böcker jetzt einen Förderverein gründen. In einer Dauerausstellung sollen dann bergbauhistorische Exponate wie z. B. Grubenlampen, Abbaugeräte Bergmannsgezähe, Bilder, Schichten- und Lohnbücher, Bildmaterial, Filmvorführungen gezeigt werden, die sich dem ehemaligen Bergbau in Derne mit seiner Geschichte, der Arbeit und Technik auf Gneisenau widmen. Weiterhin sollen den Besuchern, Schulklassen oder Fachgruppen, die technischen Daten und Arbeitsbedingungen, sowie die geologischen Verhältnisse im Untertagebereich näher gebracht werden. Der Verein möchte damit auch ein Stück Bergbaugeschichte erhalten, die den Ortsteil bedeutend geprägt hat. "Die sich entwickelnde denkmalgeschützte Kulturstätte kann später auch von Künstlern für Ausstellungen und Veranstaltungen mitgenutzt werden", erklärt Helmut Böcker.

"Wir bekommen immer wieder Anfragen von Maschinenbau- oder Architekturstudenten, die sich mit dem Thema Bergbau befassen", erklärt Helmut Böcker, der im Bergbauforum gerne Zeitzeugen und an der Bergbau-Thematik interessierte Bürger zusammenbringen möchte.

Zurzeit sind die Räume kaum zu erreichen. Denn drumherum wird kräftig gearbeitet. Die Projektgesellschaft Gneisenau möchte das Einkaufszentrum, das auf dem ehemaligen Zechengelände entstanden ist, komplettieren. Zwischen dem Zentrum und dem Stadtteilpark soll in wenigen Wochen der erste Spatenstich für das so genannte Dienstleistungszentrum (Sparkasse, Apotheke, Arztpraxis etc.) erfolgen.

Dienstleistungszentrum kommt in 2009

Komplettiert wird die Ansiedlung durch einen Grün- bzw. Baumarkt entstehen.

Ein wichtiges Projekt auch für das geplante Bergbauforum. "Dort gibt es nämlich keinen Strom, kein Gas und kein Wasser", erklärt Böcker. Bei Stillegung des Bergwerks sind alle Leitungen zu den Maschinenhäusern gekappt worden. Wenn in der Nähe des Schachtes gebaut wird, könnten die Maschinenhallen wieder ans Versorungsnetz angeschlossen werden, hofft Böcker, der mit der Stiftung Industriedenkmalpflege, die Eigentümerin der Gebäude ist, einen starken Partner an seiner Seite hat.

Die Stiftung unterstützt Bemühungen, die denkmalgeschützten Industriegebäude neuen Nutzungen zuzuführen. "Trotzdem werden wir auf die Hilfe von Sponsoren und öffentlichen Mitteln angewiesen sein, um das Projekt Bergbauformun umsetzen zu können", sagt Böcker. Die Gründung eines Fördervereins und die Anerkennung als Gemeinnütziger Verein soll dazu die Voraussetzungen schaffen.

"Wir freuen uns über jeden ehrenamtlichen Mitarbeiter, der zu uns kommt, um seine Erfahrung und sein Wissen über die Schachtanlage einzubringen. Gerade bei Führungen unserer Gäste wäre es schön, wenn man hier auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen kann", sagt der Derner Knappenvereinsvorsitzende. "Vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen, der die Fördermaschine bedient hat, oder sich mit den damaligen Übertageverhältnissen auskannte."

10 Januar 2009 | Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG | von Frank Schwertfechter

 

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