Derne - Am 14. Mai soll der Rat der Stadt den Baubeschluss für die Gneisenauallee fassen. Das kündigte Ullrich Sierau bei seinem Besuch in der Bezirksvertretung Scharnhorst an.
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"Das war eine Höllenarbeit", erzählte der Stadtdirektor von einem schwierigen Projekt, an dem ein ganzes Bündel von Investitionen hängt. Die neue Straße soll das riesige ehemalige Gelände der Schachtanlage Gneisenau erschließen. Profitieren wird davon nicht nur ein seit Jahren komplett erschlossenes Gewerbegebiet, in dem sich bis heute nur wenige Gewerbebetriebe angesiedelt haben, sondern auch das neue Einkaufs- und Dienstleistungszentrum, das noch um einen Bau- und Grünmarkt erweitert werden soll.
Auch die Erschließung der Restfläche hängt vom Bau der Gneisenauallee ab. Ohne Anbindung an das überregionale Straßennetz ist eine Vermarktung der Fläche nicht möglich. Die Stadt will das Straßenbauprojekt durch private Geldgeber vorfinanzieren lassen. Die stehen Gewehr bei Fuß, doch in den vergangenen Monaten gab es erhebliche Bedenken von verschiednen Landesbehörden und nicht zuletzt durch den Regierungspräsidenten. Da musste nicht nur viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Vorfinanzierung - Bedenken ausgeräumt
Auch die Anbindung der neuen Straße an die Walter-Kohlmann-Straße rief "Einsprecher" auf den Plan. Da hier keine Einigung erzielt werden konnte, wollen die städtischen Planer die Gneisenauallee jetzt verschwenken und an das östliche "Abfahrtohr" der B 236n anschließen.
Bedenken gegen diese Planung konnten ausgeräumt werden, denn der Stadtdirektor zeigte sich optimistisch, noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich ausführen zu können. Vielleicht kann er dann noch mit einer weiteren positiven Nachricht aufwarten. An der Gneisenaualle ist noch Platz für einen Autohof, ein spezieller Rastplatz für Lkw-Fahrer. "Wir hatten ein Treffen mit potenziellen Investoren", berichtete Sierau von einem etwas "verhaltenen Echo". Der Standort in Derne ist, ähnlich wie der zweite Standort auf dem Gelände der ehemaligen Sinteranlage in Kirchderne, zu weit von den Autobahnen entfernt. "Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten", sagte Sierau und verwies auf die zahlreichen bestehenden Logistikflächen, die noch in Planung sind. Eine Menge Potenzial für einen Autohof.
29 Januar 2009 | Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG | von Frank Schwertfechter





