Derne/Kirchderne - Straßen verbinden. Aber Straßen können auch trennen. Vor allen Dingen, wenn sie vierspurig als Schnellstraße durch einen Ort führen, wie das seit Anfang der 80er Jahre zwischen Derne und Kirchderne der Fall ist.
Captcha ( Sicherheitscode-Prüfung ) nur für NICHT registrierte Besucher !
Mit dem Bau der B 236n wurde die Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen gekappt. Grüggelsort auf der einen und Piepenbrink auf der anderen Seite der Bundesstraße enden in einer Sackgasse. Damals wie heute ein Ärgernis.
Das soll sich bald ändern. Örtliche SPD-Vertreter fordern jetzt, die alte Verbindung wieder herzustellen. Sie denken dabei an eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer. „Zwischenzeitlich ist in Kirchderne westlich der B 236n ein neues Wohnquartier im Bereich Feldhauskamp entstanden”, sagt Rüdiger Schmidt. Dieses Wohnquartier verfügt über keinerlei Anbindung nach Osten zum Freiraum östlich der B 236n.

Gneisenauallee schafft keine Brücke
Eine Fußgängerbrücke über die B 236n würde den Bereich Kirchderne mit seinem neuen Wohnquartier Feldhauskamp wieder mit Derne und dem dortigen Freiraum verbinden, begründet der Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Scharnhorst seinen Vorstoß. Hintergrund ist, dass mit der neuen Verbindung auch die Nahversorgungseinrichtungen auf dem ehemaligen Gneisenaugelände wie Rewe und Aldi und der geplante Dienstleistungsriegel fußläufig bzw. per Fahrrad zu erreichen sind.
Die Initiatoren hoffen, mit der Brücke, die Nahversorgungssituation des Stadtteils Kirchderne verbessern zu können. Nach Schließung des letzten Lebensmittelanbieters (coop/edeka) an der Derner Straße sind die Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil schlecht.
„Wir haben in den vergangenen Jahren darauf gehofft, dass mit dem Bau der Gneisenauallee auch wieder eine Verbindung geschaffen wird”, sagt der örtliche Ratsvertreter Bruno Schreurs (SPD). Ursprünglich sollte die Gneisenauallee über die B 236n geführt werden und dann an die Walter-Kohlmann-Straße angebunden werden. „Hier gab es Pläne, auch eine fußläufige Anbindung an die neue Straße zu schaffen”, sagt Bruno Schreurs.
Die aktuellen Pläne sehen jetzt allerdings vor, dass die Gneisenaualle an die östliche Seite der B 236n angeschlossen wird. Das Brückenbauwerk entfällt. Dadurch sind die Forderungen nach einer Verbindung zwischen dem Neubaugebiet Feldhauskamp und Derne wieder aktuell geworden”, sagt Bruno Schreurs.
Dortmund Nord-Ost, 25.06.2009, Frank Schwertfechter





