Derne - Aus einem Kindergarten wird ein Familienzentrum. Beim St. Aloysius-Kindergarten ist dies der Fall. Ein Zertifikat belegt die besonderen Angebote der Einrichtung.
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Susanne Wiegand (50), kommissarische Leitern im Gespräch über die Neuerungen – und die Vorteile, die bald alle Derner genießen dürfen.
Frau Wiegand, wer profitiert von dem neuen Titel?
Wiegand: Die Kinder, die Eltern und alle Derner.
Also auch Menschen, die mit ihrer Einrichtung eigentlich nichts zu tun haben?
Wiegand: Genau. Wir öffnen uns für den Stadtteil und bieten Kurse an, die jeder Derner wahrnehmen darf. Zum Beispiel Erziehungsberatung, Sprachtherapie oder Erste Hilfe am Kind. Außerdem vermitteln wir Tagesmütter und Babysitter.
Was ändert sich denn für die Kinder aus ihrer Einrichtung und deren Eltern?
Wiegand: Auch die profitieren von den neuen Kursen. Für die Kleinen gibt es z.B. ein Projekt, bei dem sich alles ums Geld dreht. Wir reden über Taschengeld, übers Sparen und wie ein Geldautomat funktioniert.
Geld ist auch für Erwachsene ein Thema, oder?
Wiegand: Richtig, daher bieten wir demnächst auch eine Schuldnerberatung an. Daran können dann die Eltern unserer Kinder teilnehmen, genauso wie alle anderen Interessierten aus Derne.
Ist es schwierig, Familienzentrum zu werden?
Wiegand: Wir mussten sehr viel Papierkram erledigen, der Prozess fing bereits Anfang 2008 an. Dann bekamen wir Besuch von der Landesregierung, die unsere Einrichtung unter die Lupe nahm.
Und jetzt ist alles nur noch Formsache?
Wiegand: Wir warten nur noch auf das Zertifikat, es müsste bald kommen. Und nach den Ferien geht es dann richtig los. Jetzt wollen wir möglichst viele Menschen auf unsere Angebote aufmerksam machen.
Quelle: RuhrNachrichten / am 10. Juli 2009 / Von Alexandra Heimken





