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: In 44 Monaten zu blühenden Landschaften

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Derne - Aufbruch in die Zukunft - dieses Signal ging am Donnerstag Abend für den bergbaugeprägten Stadtteil Derne aus. Die RAG Montan Immobilien beginnt in Kürze mit der Sanierung des restlichen Gneisenau-Geländes.

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In vier Jahren sollen aus der großen Brache blühende Landschaften werden - ökologisch wie ökonomisch. Etwa zehn Mio. Euro nimmt die RAG in die Hand, um einen großen Park und eine Gewerbefläche herzurichten. Allerdings: Zurzeit schweben auch noch Fragezeichen über einigen Projekten.

Etwa 80 Bürger waren in das Lutherhaus gekommen, um sich die Pläne von RAG und Politik anzuhören. Bruno Schreurs, SPD-Politiker und Aufsichtsratsvorsitzender der Projektgesellschaft Gneisenau mbH, räumte zu Beginn der Informationsveranstaltung ein, dass er den Startschuss für die Entwicklung der Brache auch früher erwartet habe. Doch inzwischen sei mit der Eröffnung des Einkaufszentrums und dem Bau des Dienstleistungsriegels (Eröffnung wohl im Juli) ein Anfang gemacht. Nun sei die RAG mit der Sanierung am Zuge.

Diese Superlative präsentierte RAG-Projektleiter Uwe Dudziak. Sobald der Winter loslasse, beginne die Sanierung von drei Teilflächen auf dem ehemaligen Bergwerksgelände. Das Containerdorf stehe, die Arbeiten könnten beginnen für den rund 120 000 Quadratmeter großen Stadtteilpark II (inklusive eines Landschaftsbauwerks) und für die weitere 90 000 Quadratmeter große Logistikfläche; dabei handelt es sich um ein Gewerbegebiet mit Ausrichtung auf Transportunternehmen. Die Gesamtfläche entspricht der Größe von 56 Fußballfeldern. Dudziak berichtete zudem, dass bei der Herrichtung des riesigen Geländes die Vorbereitungen für die Fortführung der geplanten Gneisenau-Allee bis zum Nordost-Ohr der B 236 (Länge circa ein Kilometer) Priorität eingeräumt werde (Ziel: bis spätestens 2011). Schließlich sei die Trasse, die die RAG vorfinanzieren wolle, der Schlüssel zur ökonomischen Rentabilität des Entwicklungsgebietes: Ohne Allee kein Autohof, kein Gewerbegebiet. Kurz: Die Straße sei von Stadt und RAG gewollt, aber aktuell noch nicht ausverhandelt. Das „finale Gespräch”, so Dudziak, erwarte er im Februar.

Einziger Wermutstropfen in der Veranstaltung: Für die Herrichtung des Geländes werden noch erhebliche Mengen an Boden benötigt, die per Lkw angefahren werden müssen. Lärm, Dreck, Verkehrsbelastung - diese Punkte führten am Donnerstag zu mehreren Nachfragen von Bürgern. Sanierungsplaner Gerald Mansel-Rudolph antwortete: Der etwas größere Teil der Bodenmenge liege schon vor Ort, die knapp zweite Hälfte werde über die Jahre hinweg werktags herangefahren. Die Derner müssten in Spitzenzeiten mit „drei bis vier Lkw-Fahrten pro Stunde” rechnen.

Klaus Herter, Ur-Einwohner Dernes, relativierte: Die Derner hätten im Zusamenhang mit der Zeche ganz andere Dinge überstanden. Für ihn stelle sich allein die Frage, ob er seinen Urenkeln nun einen verlässlichen Termin für die Fertigstellung nennen könne. Diese Wortmeldung wurde mit Beifall quittiert. Dudziak und Mansel-Rudolph empfahlen 2013 als Datum: 44 Monate Entwicklungsland Derne.

 

Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG

 

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