Derne - Die Gneisenauallee geht auf die Zielgerade: Im Oktober oder November dürfte mit dem Bau der wichtigen Erschließungsstraße für das ehemalige Zechengelände begonnen werden.
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Diesen Zeitplan nannten Planungsdezernent Ullrich Sierau und der Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien GmbH, Dr. Hans Werner Klee, am Mittwoch (5. Mai). Im Derner Containerdorf erklärten sie ihre grundsätzliche Bereitschaft, ein entsprechendes Realisierungs- und Finanzierungskonzept abschließen zu wollen.

MGG streckt Geld vor
In der Sache sei man sich einig; jetzt müssten noch für die MGG der Aufsichtsrat und für die Stadt die Bezirksvertretung in Arnsberg grünes Licht geben. Die RAG wird 4,5 Mio. Euro für den Bau vorfinanzieren, einschließlich der Kanalisation werde die Trasse wohl mit 7,6 Mio. Euro zu Buche schlage, so Sierau. 65 Prozent finanziere das Land.
Die ausstehenden Ja-Voten vorausgesetzt, könnten die Ausschreibungen für den Bau des 1,3-km-Teilstücks im Juli erfolgen, berichtete Tiefbauamtsleiter Hubert Keune. Erfahrungsgemäß könne vier Monate später mit dem Bau begonnen werden.
Etwa 15 Monate wird der Bau der Allee vom jetzigen Endzipfel bis zur Walther-Kohlmann-Straße dauern. Die zukünftige Landesstraße wird zweispurig gebaut und erhält auf beiden Seiten je einen getrennten Geh- und einen Radweg ( bis „Piepenbrink” ), erläuterte Keune.
Die Gneisenauallee sei aber nicht nur eine Straße, die auf 15 000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt ist. Die Trasse sei auch „ein Segen für den Stadtbezirk”, so Sierau. Nur mit der Allee seien Investoren zu gewinnen. Etwa für den geplanten Bau- und Gartenmarkt, etwa für den gewünschten Autohof. Auch weitere Ansiedlungen im Gewerbegebiet auf Gneisenau hingen an der neuen Verbindung zur B 236 und damit auch zur A 2, so Dr. Klee.
Darüber hinaus soll die Gneisenau-Allee die Derner und die Altenderner Straße entlasten. Aus ihr soll mittel- oder langfristig eine Flanierzone mit Einbuchten, viel Grün und Tempo 30 km/h werden. Vielleicht, so Sierau, werde der Umbau des Ortskerns eine Generation lang dauern; langfristig sehe er für Derne aber eine erfreuliche Entwicklung voraus.
Ratsherr Bruno Schreurs und Bezirksbürgermeister Rüdiger Schmidt (beide SPD) sprachen scherzhaft vom zukünftigen „Bad Derne”. Allen Ernstes, so Schreurs, habe Derne „eine große Menge Grün” zu bieten. Der neue Park komme hinzu. Mit der Reaktivierung von Gneisenau einschließlich der neuen Verkehrsader werde die Wohn- und Lebensqualität steigen.
Viel Erde wird bewegt
Sierau erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal an den Vorschlag, in den Tomson-Bock Gastronomie unterzubringen (wir berichteten). An dieser Idee halte er weiter fest.
Der Umbau der Gneisenaufläche zu einem Areal mit unterschiedlichen Nutzfeldern (Park, Gewerbe, Autohof, Straße etc.) bringt es mit sich, dass eine Million Kubikmeter Erde bewegt werden muss. Zum Vergleich: Auf der größten Baustelle Dortmunds, dem Phoenixsee in Hörde, werden 1,3 Mio. Kubikmeter gebaggert.
Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG





