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Kritik an doppelter Baustelle am Derner Wittfeld

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Derne - Das Ende der Rumpelpiste: Das dachten die Anwohner am Wittfeld, als die Bagger vor einer Woche endlich kamen und Löcher in den Boden schlugen.Doch die Freude weicht nun der Ernüchterung. Denn das Ziel der Bauarbeiten ist ein anderes.

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Auftraggeber ist die DEW21. Der Energieversorger lässt seine Wasserleitungen erneuern. Das bestätigte gestern Unternehmenssprecherin Katharina Messner-Schalk. Die Beseitigung der Straßenschäden jedoch, auf die die Anwohner schon so lange warten, ist nicht der Grund für die aufgerissene und derzeit halbseitig gesperrte Straße.

Die Reparatur der kaputten Fahrbahndecke steht erst im Herbst auf der Tagesordnung. Bis Ende Februar sollen die DEW-Arbeiten beendet sein. Dann schließt die Baufirma die Straße provisorisch mit Asphalt. Ein halbes Jahr später, voraussichtlich nach den Sommerferien, reißt dann eine von der Stadt beauftragte Firma die Straße noch einmal auf. Vier Monate soll die Sanierung dauern. Das sagte gestern Sylvia Uehlendahl, Abteilungsleiterin Straßen- und Kanalbau der Stadt.

 

„Das ist ein Unding“, sagt Bezirksbürgermeister Rüdiger Schmidt. Nicht nur stehe den Anwohnern so eine baustellenreiche Zeit bevor. Er kritisiert vor allem die schlechte Absprache zwischen dem Energieversorger und dem Tiefbauamt.


Anwohner müssen zahlen

So bestellt die DEW eine Baufirma, die Stadt ein halbes Jahr später nochmal eine andere. Die Straße muss dadurch zweimal aufgerissen und wieder zugemacht werden. „Wir haben das schon oft kritisiert“, sagt Schmidt. Das sei doch viel teurer, als die Arbeiten in einem Rutsch durchzuführen.

Teuer wird es für viele Anwohner voraussichtlich sowieso – zunächst für Eigentümer und dadurch wohl auch für Mieter. Die Kosten für die Erneuerung der Straßenoberfläche betragen laut Sylvia Uehlendahl etwa 300 000 Euro. Und weil es sich hier um eine Anliegerstraße handelt, werden die Grundstückseigentümer über das Kommunale Abgabengesetz an der Straßensanierung beteiligt. Sie müssen 60 Prozent der Kosten übernehmen.

"Es ist eine Sauerei"

„Es ist eine Sauerei, dass die Menschen dazu gezwungen werden“, sagt Schmidt. Aber weder die Scharnhorster SPD noch die Bezirksvertretung können daran etwas ändern. Im Frühjahr 2011 brachte Schmidt eine andere Lösung ins Gespräch. „Es sind die Busse, die die Straße in den letzten Jahren immer kaputter gefahren haben.“ Dabei sei die Straße als Anliegerstraße ausgelegt. Trotzdem verkehren hier drei Buslinien, über 100 Busbewegungen an jedem Werktag. Die Stadtwerke sollten sich daher an den Kosten beteiligen.

Schäden durch harte Winter

Doch das scheint wenig aussichtsreich. „Das wäre ein Fass ohne Boden“, sagt DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann. „Dann müssten wir uns ja an jeder Straße beteiligen, an der solche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.“ Busse gehörten sicherlich zu den Verursachern der Straßenverhältnisse. Es gebe aber auch stark beschädigte Straßen, wo gar keine Busse durchfahren. Schuld seien auch die harten Winter der vergangenen Jahre.

 

Quelle : Ruhr Nachrichten

 

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