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Das ganze Dorf ist auf den Beinen


Derne - Ein Stadtteil lebt. Das bewiesen am Wochenende die Bewohner im nordöstlichen Vorort Derne, der nach 975 Jahren auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann.

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Gefeiert wurde drei Tage lang, ein Festkomitee der Fördergemeinschaft Derne hatte die Vorbereitungen getroffen und die Organisation übernommen. Höhepunkt war der Umzug gestern Nachmittag, an dem sich viele Vereine aus dem Ort und der Nachbarschaft beteiligten.

Programmpunkte für jeden Geschmack hatten sich die Komitee-Mitglieder überlegt: Oldie-Abend und Kinderfest, Modenschau und Festabend, Verlosung und Feuerwerk. So kamen die Derner in Scharen zu ihrem Fest, wie auch Irmgard und Edmund Cieslak sowie Waltraud Zwolinski und Erich Reuter, die in der Müser-Siedlung Anfang des vergangenen Hunderts geboren wurden, dort aufwuchsen und heute noch wohnen. Genau wie der Ortsteil selbst mussten auch sie Höhen und Tiefen überwinden.

Erinnerungen an die Zeit der Kohle

Gemächlich fuhr vor Jahrzehnten die Straßenbahnlinie 6 entlang der Altenderner Straße durch den Ortsteil, brachte Bergleute zur Schicht, und die Zeche Gneisenau erlebte ihre Blütezeit. "Kohle bestimmte das Leben im Ortsteil. Dann kam die Schließung des Bergwerks, und Derne hatte eine Zeit des Wandels zu durchstehen", sagen die Fördervereinsmitglieder Monika Hahn und Peter Szymkowiak. Danach musste viel bewegt werden, um den Ortsteil wieder zum Leben zu erwecken. Mittlerweile hat sich einiges getan, vor allem das neue Einkaufszentrum erleichtert den Menschen den Alltag.

Auch die zahlreich in Derne ansässigen Vereine tragen dazu bei, das Leben im Ortsteil zu gestalten. Vom Zusammenhalt der Gemeinschaften zeugte das Fest. Auf dem Lutherplatz gaben sich alle ein Stelldichein und gewährten der großen Gästeschar Einblicke in ihre Arbeiten. Der große Festabend im Zelt war sehr gelungen. Ein buntes aufgelockertes Programm übertraf alle Erwartungen der Besucher. Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer überbrachte Glückwünsche und wurde vom Vorsitzenden des SV Derne, Klaus Henter, mit einem kleinen Eichenbaum, den auch Fördervereinsvorsitzenden Peter Szymkowiak für sein großes Engagement in Empfang nehmen durfte, belohnt.

Andy Garden, Eveline und Philip Dammer sowie die Mitglieder des Karnevalvereins Fidelio brachten die Menschen im Zelt während des Jubiläumabends zum Schunkeln, Tanzen und Singen, bevor dann das Feuerwerk gezündet wurde.

"Dieses Fest war nicht nur ein Fest um des Feierns willen", meinte Helmut Böcker vom Festkomitee zum Schluss der Veranstaltung. Vielmehr sollte es jedem Derner Bürger ein gewisses Verbundenheitsgefühl mit der Heimat vermitteln. Das scheint gelungen.



29 September 2008 | Quelle: Ruhr Nachrichten
 

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