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Gneisenau Teil 2

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Die auf der Kokerei benötigte Feinkohle wurde früher nicht nur von Gneisenau bezogen, sondern auch durch eine Drahtseilbahn von der Schwesterschachtanlage Scharnhorst herantransportiert.

Bald nach dem Kohlenbergbau hielt auch die Eisenindustrie in Derne ihren Einzug. 1902 legte die Harpener Bergbau AG auf einem der Zeche Gneisenau benachbarten Gelände ihre Hauptwerkstatt für Eisenkonstruktionen an. Hier entstanden Stahl und Brückenbauten, Aufbereitungen und Koksbrechanlagen, Maschinen und Hilfseinrichtungen für den Bergbau.

Während des zweiten Weltkrieges waren die Derner und Scharnhorster Zechenanlagen einige Male das Ziel feindlicher Luftangriffe.

In der Nacht vom 23. zum 24. Mai 1943 wurden Tagesanlagen der beiden Zechen, aber auch Wohnhäuser sowie das Ausländer Barackenlager an der Derner Bahnstraße zum Teil erheblich beschädigt oder zerstört. Im Zechengelände Gneisenau wurden 13, im Zechengelände Scharnhorst 16 Sprengbomben schweren Kalibersund mehrere 100 Brandbomben gezählt.

Aus einem amtlichen Protokoll:

Das Jahr 1945 stand ganz im Zeichen des sich immer mehr zuspitzenden Krieges. Überall waren Anzeichen dafür vorhanden, dass die Entscheidung in ganz kurzer Zeit erfolgen musste. Die gesamte Betriebsanlage war fast nur noch von Luftangriffen abhängig, die sich von Tag zu Tag steigerten. Während ständig Großangriffe bei Tag und bei Nacht drohten, terrorisierten Jagdbomber den gesamten Verkehr. Einen Großangriff ersten Ranges erlebten die Derner Schachtanlagen am 28. Januar. Genau um die Mittagszeit wurden während eines 17 Minuten Angriffs 47 Sprengbomben abgeworfen. Die Hauptschäden trug die Kokerei davon, wo die Öfen 23 – 34 und die Abwurframpe der 1. Batterie zertrümmert, die Kokereiwerkstätten vollkommen zerstört wurden und sehr starke Schäden in den Rohr und Messleitungen auftraten. Auf der Schachtanlage Scharnhorst waren zugleich 25 Sprengbomben abgeworfen worden, wobei nicht nur das Verwaltungsgebäude, die Waschkaue und die Lampenstube fast völlig vernichtet wurden, sondern auch aus den Trümmern noch 18 tote geborgen werden mussten.

Wohl den schwersten aller Angriffe erlebte die Schachtanlage Gneisenau am 17. März 1945, wo gegen 15 Uhr nachmittags 135 Sprengbomben abgeworfen wurden. Bei diesem Angriff wurden fast alle Betriebsgebäude in Mitleidenschaft gezogen. Überall, wo man auch hinsah - nichts als Trümmer, Ziegelbrocken, Glasscherben und Eisentrümmer.Zugleich rückte die Front immer näher. Nach Abzug unserer Truppen waren am 11. April 1945 in den

Abendstunden die Amerikaner bis zur Bahnhofsbrücke an der Hostedder Straße vorgestoßen und hatten in den frühen Morgenstunden des 12. April die Schachtanlage besetzt. Ein starkes Kommando richtete sich sofort im 3. stock des Verwaltungsgebäudes häuslich ein und überwachte alle Zugänge zur Zeche.

Wegen der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung der Kohleförderung wurden nach dem Krieg die Schäden im Zechenbereich mit Nachdruck beseitigt. Die Fördermengen stiegen. Nach dem Krieg wurden von der Großschachtanlage Gneisenau aus die Kohlefelder in weitem Umkreis abgebaut. Dazu gehörten die Felder ehemaligen Zechen Scharnhorst, Kurl, Preußen I und II sowie Viktoria im Lünen.

1982 betrug die Jahresförderung 3.193.000 Tonnen.

 

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Gneisenau Schacht II
Gneisenau Schacht II

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