Derne - Ein Autohof auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Gneisenau – dieses Thema sorgt in der Bezirksvertretung abermals für Diskussionsstoff. Vor allem Markus Scheffler der stellvertretende Bezirksbürgermeister, stellte sich quer.
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Der Beschlussvorschlag: Das Bebauungsplanverfahren des Gneisenau-Geländes soll fortgeführt werden. Das Ziel: Logistikbetriebe und ein Autohof sollen sich ansiedeln. Grund genug zur Sorge für Markus Scheffler. „Wir Grünen wollen einen Autohof, aber nicht auf diesem Gelände“, sagte er.
Zum einen befürchtet er Geräusch- und Lichtemission, Vermüllung und auch Prostitution. „Jetzt, wo der Straßenstrich in der Nordstadt geschlossen wurde, ist die Gefahr da, dass sich der Strich an den Autohof verschiebt“, sagte Scheffler. Es gebe bessere Liegenschaften für einen Autohof, wo die Risiken für Umwelt und Umfeld geringer seien.
Problem Derner Straße
Eine Sorge, die CDU-Fraktionssprecher Thomas Offermann nicht teilen konnte. „Die Polizei hat aus Fehlern in der Nordstadt gelernt“, sagte er. Vielmehr sprach er sich für die Änderung des Bebauungsplans aus vor dem Hintergrund, dass der Stadtbezirk auf neue Arbeitsplätze, die durch neue Gewerbeflächen entstehen würden, nicht verzichten könnte.
Neben den Arbeitsplätzen sei ein Autohof aber gesellschaftspolitisch wichtig. „Irgendwo müssen LKW-Fahrer ja ihre Ruhezeiten einhalten können.“
LKW parken Straßenrand zu
Ein Problem, das auch SPD-Fraktionssprecherin Heike Gottwald kritisch anmerkte. „Ein Autohof ist dringend nötig“, sagte sie und verwies auf die Situation an der Derner Straße. „Der Straßenrand ist teilweise zugebaut mit LKW.“ Für sie ein Indiz, wie akut die Problematik sei.
Neben der Diskussion um den Autohof, für den es bislang noch keinen konkreten Interessenten gibt, regte Scheffler an, die Verwaltung daran zu erinnern, dass der Radweg im westlichen Teil des Gneisenau-Geländes Anschluss an Radwege Richtung Süden findet. Ein Wunsch, dem Heike Gottwald (SPD) gerne nachkommen möchte.
Trotz aller Diskussion – die Bezirksvertretung stimmte der Reduzierung des Bebauungsplans zu, die einzige Gegenstimme kam erwartungsgemäß von Markus Scheffler. Die Öffentlichkeit soll nun in Form einer öffentlichen Auslegung Einblick in die Planungen bekommen.
Quelle: RuhrNachrichten



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