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Stören Licht, Lärm und Laster?

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Derne - Der Streit um einen Autohof auf Gneisenau geht weiter. CDU und SPD versprechen sich Arbeitsplätze von einer solchen Ansiedlung, die Grünen fürchten, dass mehr Nach- als Vorteile mit diesem Gewerbe verbunden wären.

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„Ein Autohof ist das Beste, was dem Stadtteil passieren kann!“ Der SPD-Vorstand im Stadtbezirk Scharnhorst ist sich einig. Die Unkenrufe der Grünen zu Lichtirritationen, Fahrzeuglärm und möglicher Prostitution können die Sozialdemokraten nicht nachvollziehen, „zumal die Planer des Autohofes sicherlich die Bedenken der Anwohner berücksichtigen werden.“

Für die SPD sei es „absoluter Nonsens, dass die beleuchteten Flächen zu Irritationen führen könnten.“ Selbst die Beleuchtung der ehemalige Kokshalde sowie große Areale der Zechen- und Kokereiflächen hätten keinen gestört.

Endlich habe der Stadtteil die große Chance, wieder Arbeitsplätze anzusiedeln, so Oliver Champignon, Vorsitzender des SPD-Stadtbezirks vorstandes von Scharnhorst.

Das zweite Argument: Parkflächen für Lkw müssten her. „An Wochenenden parken immer mehr der großen Fahrzeuge in den Wohngebieten. In dem Bereich der Derner Straße zwischen Schulte-Rödding und Franz-Zimmer-Siedlung stehen manchmal bis zu 20 Fahrzeuge. Die Fahrer nutzen dann das Kirchderner Wäldchen als Abfallentsorgungs- und Notdurftverrichtungsanlage, was den Besuchern und Anwohnern heftig stinkt“, so die SPD.

Ein Autohof mit Tankstelle, Technik-Dienstleistungen (Werkstatt, Ersatzteilhandel, Waschanlage) sowie Gastronomie löse all diese Probleme. Ein Motel oder eine ähnliche Übernachtungsmöglichkeit wäre eine prima Ergänzung. „Gneisenau neu“ beinhaltet alles, was man sich vorstellen könne: Dienstleistung, Einzelhandel, Gastronomie, Denkmal- und Industriekultur, Wohnbebauung sowie Spiel- und Parkanlagen. Das Projekt sei ein Paradebeispiel für gelungenen Strukturwandel .

 Für die CDU im Stadtbezirk lobt deren Vorsitzender Uwe Waßmann das Projekt. Die Nähe zur B 236 und damit vor allem zur A 2 sei für die Lkw-Fahrer optimal. „Durch die Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben, die speziell für den Lkw-Fernverkehr ausgelegt werden, entstehen vor allem neue Arbeitsplätze. Die mögliche Ansiedlung einer Gastronomie, einem Hotel bis hin zu einer Tankstelle und einer Werkstatt ist ein Gewinn für den Stadtbezirk und hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Derner und Kirchderner Bevölkerung.“ Das Neubaugebiet (Auf der Wenge) sei einige hundert Meter entfernt, werde durch einen Wall und einen breiten Grüngürtel vor Lärm geschützt. Gleichzeitig werden die Derner Straße und weitere Straßen im Umland von parkenden Lkw und deren Hinterlassenschaften entlastet“, erläutert Waßmann. „Die Unterstellung, dass sich auf einem Autohof auch gleich Prostitution ansiedeln werde, ist eine Unverschämtheit gegenüber den Lkw-Fahrern, die die Autohöfe in Deutschland benutzen. Die Grüne Befürchtung sei realitätsfern. Zudem sei das gesamte Stadtgebiet von Dortmund gegen die Stimmen der Grünen als Sperrgebiet ausgewiesen worden“, erläutert Waßmann abschließend.

 Die Grünen halten dagegen. Vize-Bezirksbürgermeister Markus Scheffler (Grüne): „Wir sind natürlich grundsätzlich für die Ansiedlung von Gewerbe oder Logistikbetrieben. Aber ein Autohof, der hat aus unserer Sicht nichts auf der Fläche zu suchen.“

Ratsmitglied Wolfram Frebel (Grüne) führt die Lärmbelastung an, „die durchgängig an sieben Tagen über 24 Stunden stattfinden würde“. Auch sei die Topografie des Geländes so, dass die Bewohner des neuen, höher gelegenen Baugebiets (Vorsteherstraße) vom Licht des Autohofs gestört würden.

Außerdem bleiben die Grünen bei der Annahme, dass sich Prostitution ansiedeln werde. Frebel: „Prostitution lässt sich nicht verbieten. Siehe Nordstadt. Und im Hotel sowieso nicht.“ Für die Grünen sei klar: Ein Autohof gehöre nicht in die Nähe eines Siedlungsbereiches. Ein Autohof könne möglicherweise auf der Westfalenhütte angelegt werden, wo auch eine vernünftige Anbindung an die Autobahnen gegeben sei.“

 

Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG

 

Kommentare  

 
0 #3 carsten 2011-10-30 17:24
da ist eine seperate abfahrt von der 236 zur gneisenauallee da braucht man nicht mehr durch den ort fahren, im moment ist es sehr schlimm da die ganzen bautransporte durch derne laufen aber die zufahrtstrasse zur baustelle undzum geplanten autohof sind fast fertig, ich bin selber lkw fahrer und normalerweise fährt niemand von uns extra durch wohngebiete oder ruhige strassen wenn es sich vermeiden läßt.
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0 #2 derner 2011-10-29 17:59
wie ist das denn wird die altendernerstra sse dann für lkws gesperrt zum durchfahren oder werden die weiter hier lang fahren weil jetzt schon ist der lärm und das wackeln der wohnung durch grosse lkws nicht mehr aushaltbar ...
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0 #1 Markus Fiebig 2011-07-29 22:49
Wenn die Lokalredaktion der Zeitungen Sparschweine für Phrasen zum Interview mitnehmen würden, könnte damit die Kinderferienpar ty komplett finanziert werden.
Und nun kennen wir den wahren Grund für die Ansiedlung des Autohofes in Derne. Das Kirchderner Wäldchen soll nicht länger als Toilette von den LKW-Fahrern genutzt werden.
Es geht also um das ganz banale menschliche Bedürfnis meinen Garten sauber zu halten und den Abfall (in diesem Fall Urin) unbemerkt in den Nachbargarten zu bekommen.
Das haben sich die Damen und Herren die mehrheitlich für den Autohof sind und auch aus Kirchderne kommen (einschl. des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Projektgesellsc haft, ausgenommen die Vertreter der Grünen) fein ausgedacht. Nach zwei Deponien im Umkreis von rd. 2 km (Grevel, Hostedde und Derne) können ja die Deppen noch den Lärm, Krach, Laster, Licht, Feinstaub und Urin nehmen.Der Fraktionszwang tut sein übriges, so das selbst Derner Politiker nicht darüber nachdenken, was hier geschieht. Bei den anderen Fraktionen wird ja fein die Klientel bedient.
Derne und seine Bürger bleiben auf der Strecke,Vielen Dank!

Ich fordere die Fläche des Bebauungsplanes Scha 144 als Stadtteilparker weiterung umzuwidmen und auf die Fläche des Autohofes die auf der ehem.Mülldeponie geplante Solaranlage zu errichten.
Das würde Dernes Image sehr gut tun.
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